„Jetzt muss aber mal endlich was passieren!“

Eine Aussage, die Du vielleicht heute oder die letzten Tage gedacht hast. Ich auf jeden Fall habe es in den letzten Monaten häufiger für mich durchdenken müssen und dabei so einiges geprüft und – manchmal auch schmerzlich – losgelassen.

Vielleicht Du auch, weil Du ein neues Auto brauchst oder Dich beruflich verändern möchtest. Vielleicht, weil Du Deine Wohnung streichen möchtest oder Deinen Beziehungsstatus auf den Prüfstand stellst.

Auslöser sind meist Umstände, die uns so wie sie gerade sind, nicht gefallen. Denken können wir das aber erst, wenn wir die erste Schockstarre, die gefühlte Schwere und Bewegungslosigkeit verlassen haben. Denn mit diesem Ausruf sind wir am ersten Punkt des sogenannten HeldenZyklus: Wir brechen auf – zu neuen Ufern, zu anderen Wegen mit (vielleicht) neuen Zielen. Wir aktivieren unsere Kräfte. Auch wenn wir noch nicht wissen wohin tatsächlich, wissen wir, dass es so wie es ist nicht bleiben kann. 

Im zweiten Schritt erschließen wir uns dann das Neuland – wir tarieren aus, was es braucht, um sich zu verändern. Wir loten aus, was wir Neues lernen sollten. Dabei entstehen by the way und manchmal unverhofft ganz neue Allianzen. Alte Beziehung und Zusammenhänge verlieren ihre Bedeutung. Doch dabei wird auch deutlich, dass wir mit Rückschlägen, Bremsklötzen zu tun bekommen. Es fühlt sich fremd an, aber irgendwie auch richtig.

Der dritte Schritt ist die Erkenntnis, dass es nun kein Zurück gibt. Die Veränderung, die Erneuerung ist so weit fortgeschritten, dass jetzt nur noch der Weg nach vorne geht. Loslassen ist die Devise und Abschied nehmen. Die schwierigste Phase, weil Du Dich dabei sozusagen „neu“ erfindest. Kennst Du diese Phase?

Danach realisierst Du, dass Du bereits vieles anders machst. Neues auf den Weg gebracht hast und verändert, erneuert, gestärkt aus dem Prozess herauskommst. Das Alte hat kein Anrecht mehr auf Dich! Du bist im Neuen angekommen und es wird Dir zunehmend zur neuen Realität. Ja es hat Dich was gekostet. Ja, Du hast manches hinter Dir gelassen. Ja, Du bist ein*e Held*in.