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Eine der wesentlichen Haltungen für Führung ist die Entscheidung PRÄSENT zu sein.
Das gelingt auf drei verschiedenen Ebenen:

physisch – hier geht es natürlich in erster Linie um Deine Anwesenheit. Doch in Zeiten der Digitalisierung bedeutet es nicht unbedingt, im gleichen Raum oder am selben Ort mit Deinen Mitarbeitenden zu sein. Es bedeutet, dass Du mit Deinen Kollegen und Mitarbeitenden in Kontakt stehst, der mehr berührt als nur die organisatorischen Fragen. Hier gilt tatsächlich eine Intensitätsstaffelung: anwesend ist bedeutungsvoller als virtuell, virtuell und telefonisch ist dichter als durch emails lesbar, lesbar ist hilfreicher als ein Outlookeintrag….

Mental – die zweite Ebene der Präsenz. Wenn Du mit Mitarbeitenden sprichst, dann nimm Dir diesen Moment unbedingt Zeit, um bei Deinem Gegenüber zu sein. Praktisch bedeutet das: nimm die Hände von der Tastatur, wenn Du zu einem kurzen oder längeren Gespräch „Ja“ sagst. Schau Dein Gegenüber an und lass das Telefon klingeln, wenn Du es nicht schon auf lautlos gestellt hast. Konzentriere Dich auf das, was Ihr sagt und Du wirst überrascht sein, wie schnell manche Fragen gelöst oder Themen bearbeitet sind. – übrigens man sagt, dass z.B. Nelson Mandela genau diese Haltung jedem seiner Gesprächspartner gegenüber signalisiert haben soll: Ich bin jetzt da und ganz bei Dir!
Diese Haltung ist magisch!

Die dritte Ebene der Präsenz ist inhaltlich. Du steigst in das Thema des Gespräches ein und nimmst Dir diesen Moment Zeit, um genau zu verstehen, was Dein Gegenüber meint oder von Dir möchte. Freie Assoziationen oder gedankliches „wegtauchen“ zu diesem oder jenem Thema sind nur dann wirklich hilfreich, wenn sie Euch in Eurem Thema weiterbringen. Ansonsten konzentriere Dich auf das Gesagte.

Alle drei Ebenen der Präsenz haben den Effekt, dass Dein Gegenüber sich von Dir gesehen, verstanden und wertgeschätzt fühlt. Präsent sein macht anziehend und das wiederum ist ein Aspekt von Charisma!